Miss Island von Audur Ava Olafsdottir

Gleich vorneweg: die Geschichte handelt nicht von einer Miss-Wahl oder einem Schönheitswettbewerb. Nein, es ist die Geschichte von der hübschen 22-jährigen Hekla, welche im konservativen Island der 1960er Jahre lebt. Island ist ein männerdominiertes Land und das spürt auch Hekla. Sie versucht in Reykjavik ihren Traum, eine berühmte Schriftstellerin zu werden, zu verwirklichen. Einige ihrer Gedichte erscheinen unter Pseudonym in Zeitungen. In den "Dichter-Cafés" von Reiykjavik sitzen nämlich nur Männer – Schriftstellerinnen scheint es keine zu geben. In Island werden zu jener Zeit die Frauen noch auf ihre Schönheit oder ihre Rolle als Hausfrau und Mutter reduziert. Schon auf der Fahrt vom elterlichen Hof in die Hauptstadt, erhält Hekla das Angebot an der Miss Island Wahl teilzunehmen. Bei ihrer Arbeit als Bedienung in einem Hotel soll sie die Belästigungen der männlichen Gäste einfach so hinnehmen. Hekla ist aber eine starke Frau und lässt sich nicht unterkriegen.
Hekla’s Freundin Isey, ist bereits verheiratet und Mutter. Von ihrem Leben ist Isey jedoch frustriert. Ihr Jugendfreund Jón John ist schwul - und damit ein noch größerer Außenseiter als Hekla. Hekla und Jón John erkennen, dass sie in Island kein selbstbestimmtes Leben führen können. So zieht es sie Beide ins Ausland, nach Dänemark. Sie wollen dort ihr Glück versuchen. Ob ihnen das gelingt?