Die Kapelle von Thoma Erle

Die Kapelle von Thomas Erle
Bereit in der Trilogie «Der Gesang der Wächter» taucht man in den magischen Realismus des Schwarzwaldes ein. Im neuen Buch von Thomas Erle stehen der Kunsthistoriker Benedikt Oswald und die St. Barbara-Kapelle im Mittelpunkt.
Benedikt Oswald, Anfang 40, Kunsthistoriker und Restaurator aus Heidelberg wird von einem Kollegen aus Freiburg gebeten, kurzfristig für einen Auftrag einzuspringen. Es soll ein Gutachten zur Entstehung eines Hotelkomplexes in Todtnauberg erstellt werden, bei dem der Erhalt/Wert der örtlichen St. Barbara-Kapelle eine entscheidende Rolle spielt.
Schon bei der nächtlichen Anfahrt über den verschneiten Schauinsland spürt Oswald, dass er eine magische Welt betritt, die sich geheimnisvoll von seinem bisherigen Alltag unterscheidet. Die Menschen vor Ort benehmen sich seltsam, bisweilen feindlich. Während seiner Arbeit in der Kapelle stößt er auf Spuren, die auf eine starke, aber unerklärliche Verbindung zwischen ihm und dem Ort hinweisen. Er sieht Dinge, die Jahrzehnte zurückliegen, hört das Läuten der Glocken. Als er intensiv mit seinen Arbeiten an der Kapelle beginnt, erlebt er seltsame Dinge, die Handlung entwickelt sich mystisch, und mit der Zeit kann man immer weniger auseinanderhalten, was Benedikt wirklich erlebt und was er nur träumt. Immer wieder wird er von seltsamen Visionen heimgesucht und scheint sich in einer Art Zwischenwelt zu bewegen. Vieles bleibt offen, und auch seine Beziehung zu der Witwe, die er in Todtnauburg kennenlernt, ist und bleibt rätselhaft.